Antonio Vivaldi: Die Vier Jahreszeiten
Die drei Herren Ihno Tjark Folkerts (Violine), Suren Anisonyan (Violoncello) und
Benedikt Vermeer (Schauspiel) haben schon des Öfteren klassische Stoffe durch
ihren respektlos-frischen Zugriff eindrucksvoll neu interpretiert und genussvoll
aufbereitet. Unter dem verheißungsvollen Motto „Das kann ja heiter werden!“
präsentieren sie ihr neues Programm „Die Vier Jahreszeiten“.
Musikalisch bedeutet das tatsächlich die spannende Begegnung mit Antonio
Vivaldis Weltmusik in einer noch nie da gewesenen Kammermusik-Version!
Ebenso eindrucksvoll wird der Kreis der Jahreszeiten durch literarische
Kostbarkeiten widergespiegelt, die Schauspieler Benedikt Vermeer in
unnachahmlicher Weise durch Sprachkunst und Mimik zu neuem Leben erweckt: Eduard
Mörike besingt unsere Frühlingsgefühle romantisch, Joseph von Eichendorff
während einer Walpurgisnacht phantastisch, Tucholsky gewohnt humorvoll und
bissig. E.T.A. Hoffmann führt uns ins sommerliche Italien, wo faustische
Unholde, leidenschaftliche Liebesabenteuer und „Die Geschichte vom verlorenen
Spiegelbilde“ auf uns warten. Herbstliche Impressionen von Heinrich Heine und
Annette von Droste-Hülshoff und ein oktoberfestlich schwelgender Eugen Roth –
der Winter vollendet mit einer teuflischen Farce über die gefrorene und
verlorene Liebe das Jahr und diesen Abend. Alles fügt sich zu einem kongenialen
Ganzen – wie E.T.A. Hoffmann sagt: „… höheres Leben durch Musik und Poesie
entzündend.“
