Mozart – Genie und Wahnsinn? Das kann ja heiter werden!
In diesem Programm gehen Sprache und Musik thematisch eine besondere Bindung
ein: E.T.A.Hoffmann beschreibt in der „Kreisleriana“ eindrucksvoll die Leiden
eines von Dilettanten umgebenen, Haydn liebenden Kapellmeisters. Alfred Polgar,
bissiger Kritikerkönig, durchlebt die Qualen einer modernen Don Giovanni -
Aufführung, Heinrich Heine verschafft uns in „Paganini“ (aus den
„Florentinischen Nächten“) eine unheimliche Begegnung mit dem berühmten
Teufelsgeiger. Eduard Mörike entführt uns in „Mozarts Reise nach Prag“ zur
Entstehung des Don Giovanni, Hermann Hesse beschreibt in einer Episode aus dem
„Steppenwolf“ auf skurril-humoristische Weise, wie nah bei Mozart Genie und
Wahnsinn zuweilen waren und der unsterbliche Heinz Erhardt verschafft uns einen
etwas ungewöhnlichen, aber umfassenden Blick auf die Klassiker und ihre Werke –
umwerfend komisch eben.
Herrliche Musik von Mozart-Zeitgenossen und natürlich ihm selbst korrespondieren
ebenso wie vielfältige Zitate und Effekte mit den Schauspielszenen: „Papa“
Haydns Duett D-Dur macht den Anfang, gefolgt von einer Wiederentdeckung – Josef
Reichas Duo op. 4 Nr. 1 ist zurzeit nur von und bei uns zu hören! Über Paganini
strebt der Abend dann seinem musikalischen Höhepunkt zu: es erklingt das große
Es-Dur-Duo von Mozart (KV 424).
